Du wirst ein Medienheld!

Oder wie kann ich mit Cybermobbing umgehen?

Unter diesem Motto stand ein 4stündiger Workshop an der die Klasse 6a am 24.10.2020 teilgenommen hat. Unter Anleitung von Fachlehrerin Kristin Fella und Jugendsozialarbeiterin Aleksandra Koj wurden die Schüler/innen für das Thema "Cybermobbing" sensibilisert. Schon sehr früh verfügen Kinder über moderne Endgeräte wie z. B. Smartphones. Der Umgang damit ist allerdings eine doch nicht so einfache Sache, denn das Internet bietet nicht nur viele Vorteile wie z. B. der Informationsgewinnung. Die Gefahr, dass persönliche und sehr sensible Daten in den weltweiten Umlauf gelangen ist sehr groß. Oft wissen Kinder und Jugendliche nicht viel ihre über Rechte und ihre Pflichten im Umgang mit den digitalen "Waffen", vor allem mit den beliebten Messenger-Diensten.

Vernetzt - das Netz vergisst nichts ... Das gesponnene Wollknäuelnetz verdeutlicht anschaulich, dass alle Informationen irgendwo gespeichert sind. Im Gespräch durften die Kinder berichten, wie sie das Internet und mit welchen Geräten nutzen. Auch welche Lieblings-Apps sie verwenden. Danach formulierten die Schüler/innen zuerst eine eigene Erklärung für den Begriff Cybermobbing. Was bedeutet das eigentlich?


Wissenschaftliche Definition: Cybermobbing ist "eine absichtliche aggressive Handlung eines Individuums oder einer Gruppe, unter Verwendung elektonischer Kommunikatioinsmedien, wiederholt und über die Zeit hinweg, gegen eine Person, die sich nicht wehren kann" (Smith et al.2008;Übers. d. Verfassers, aus Medienhelden Unterrihtsmaterilal zur Förderung von Medienkompetenz und Prävention von Cybermobbing?

Zur Einordnung was alles Cybermobbing sein kann, konnten die Schüler/innen aus vorgegebenen Beispielen an einer Meinungslinie ihre Fallbeispiele einordnen.

Der Film let's fight together zeigte auf berührende Art, wie es Kindern/Jugendlichen ergeht, wenn sie über Messengerdienste massiv geärgert, ausgeschlossen und bedroht werden, ohne überhaupt zu wissen, von wem die haltlosen Anschuldigen kommen. Der Film gab Anlass für aufschlussreiche und interessante Gespräche in der Gruppe. Viele Schüler/innen haben schnell erkannt, dass das Opfer auf jeden Fall Hilfe benötigt. Gemeinsam wurden Möglichkeiten gefunden, wie man als Außenstehender oder als Betroffener tätig werden kann. Abschließende Aufgaben, z. B.  ein kleines Rollenspiel einzuüben, dass eine Cybermobbing-Situation darstellt, Plakate zu erstellen auf den ersichtlich ist, was schon vorher getan werden muss, damit es gar nicht zu digitalen Attacken kommt oder wie dem Opfer geholfen werden kann, damit er aus seiner aussichtslosen Situation herauskommt. Am Ende konnten die Schüler/innen wieder über ihre "Ampelkarten" ihren Wissenszuwachs reflektieren und äußern. Der Workshop wird in diesem Schuljahr auch in der Klasse 6b angeboten.

Informationen und sehr gutes Material für Eltern und Schüler/innen:

https://www.klicksafe.de/

https://www.handysektor.de/startseite

 

K. Fella

 

 

   
© Mittelschule Bad Brückenau